20.10.2015 17:44

Veganes Hundefutter: gesunde Ernährung auch ohne tierische Produkte

Die meisten Hunde bekommen handelsübliches Dosen- und Trockenfutter, in dem zu einem Großteil Fleisch und andere tierische Bestandteile enthalten sind. Wer selbst vegan lebt, fragt sich allerdings oftmals, ob es nicht auch möglich ist, seinen Vierbeiner ebenfalls rein pflanzlich zu ernähren. Tatsächlich gelingt die Umstellung auf veganes Hundefutter bei Hunden oftmals problemlos – und sie kann sich auch noch positiv auf die Gesundheit der Tiere auswirken.

Warum auf veganes Hundefutter umsteigen?

Hundefutter besteht zu großen Teilen aus Fleisch. Nicht selten handelt es sich dabei auch um Fleischabfälle, besonders dann, wenn die Produkte im Ausland hergestellt werden, wo die Kontrollen deutlich weniger streng ausfallen als in Deutschland. Und selbst hochwertigeres Fleisch enthält in den meisten Fällen Rückstände von Antibiotika, Hormonen und Pestiziden – ebenso wie das Fleisch, das von Menschen verzehrt wird. Nicht selten ergeben sich dadurch gesundheitliche Probleme wie Herz- und Knochenkrankheiten, Allergien, Krebs und Nierenerkrankungen – ganz davon abgesehen, dass der Kauf von fleischhaltiger Tiernahrung die Fleischindustrie und somit anhaltendes Tierleid unterstützt.

So gelingt der Wechsel zur veganen Hundeernährung

Grundsätzlich gelingt die Umstellung zum veganen Hundefutter leichter als bei Katzen, denn Hunde sind – wie der Mensch auch – Allesfresser. Hundehalter sollten aber darauf achten, dass das Futter ihrer Wahl über eine ausreichende Menge an Proteine, Kalzium und Vitamin D enthält. So kann Mangelerscheinungen vorgebeugt werden, auch wenn kein Fleisch mehr gefüttert wird. Einige Hunde benötigen außerdem eine zusätzliche Gabe von L-Carnitin, einer Aminosäure, die bei unzureichendem Vorhandensein eine lebensbedrohliche Herzerweiterung hervorrufen kann. L-Carnitin kann auch in Apotheken erworben und dem Futter zugesetzt werden.

Weitere Infos unter www.veganbasics.de

Hundefutter selber machen: auch vegan kein Problem

Veganes Hundefutter ist von unterschiedlichen Herstellern auf dem Markt verfügbar. Wer lieber selbst für seinen Vierbeiner kochen möchte, kann eine ausgewogene Mischung aus Kartoffeln, Reis und Gemüse aus biologischem Anbau zubereiten. So ist es auch möglich, entsprechend dem individuellen Geschmack des Hundes zu variieren und genau das vegane und gesunde Futter herzustellen, das ihm am besten schmeckt.